EnEV 2014 – die wichtigsten Änderungen

Die Novelle zur Energiesparverordnung (EnEV 2014) wurde im Oktober von der Bundesregierung endgültig beschlossen. Damit wird es ab kommenden Jahr verschiedene Änderungen geben, die insbesondere Neubauten betreffen.

EnEV 2014 Auswirkungen für Neu- und Altbauten

Ab dem 01. Januar 2016 müssen für Neubauten höhere energetische Anforderungen beachtet werden. Betroffen sind davor sowohl Wohn- wie auch Nichtwohngebäude, deren zulässiger Wert zur Gesamtenergieeffizienz um 25% gesenkt wurde. Ab 2021 wird der von der EU definierte Niedrigstenergie-Gebäudestandard dann für alle verpflichtend, die hierfür geltenden Richtwerte werden voraussichtlich bis Ende 2018 bekannt gegeben.

Für Altbauten gibt es im Vergleich keine gravierenden Änderungen. Dennoch müssen natürlich auch hier einige Dinge beachtet werden: Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Damit soll die Sanierung der Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden weiter angezogen werden. Auch für Heizungen, die nach dem 01.01.1985 verbaut wurden gilt: nach 30 Jahren müssen sie ersetzt werden. Es gibt hier jedoch einige Ausnahmen: Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind beispielsweise von der Regelung ausgenommen. Auch Ein- oder Zweifamilienhausbesitzer, die am 01.02.2002 mindestens eine der verfügbaren Wohnungen ihrer Immobilie selbst bewohnt haben, sind von der Austauschpflicht ausgenommen. Erst bei einem Verkauf der Immobilie ist der Folgebesitzer verpflichtet den Austausch innerhalb von zwei Jahren durchzuführen.

In Sachen Wärmedämmung gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Oberste Geschossdecken, die nicht den Anforderung des Mindestwärmeschutzes entsprechen, müssen bis Ende 2015 ebenfalls gedämmt werden. Darunter fallen all jene Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung ist jedoch erfüllt, wenn das Dach über der Decke entsprechend des Mindestwärmeschutzes gedämmt ist. Zudem gibt es auch hier die Ausnahme für Hausbesitzer, die eine der Wohnungen am 01.02.2002 selbst bewohnt haben.

Der Energieausweis nach EnEV 2014

Energieausweis: der neue Brandtacho mit Energieeffizienz- klassen © dena

Mit der EnEV 2014 bekommt der Energieausweis für Immobilien mehr Gewicht. Künftig muss er vom Vermieter oder Verkäufer schon bei der Besichtigung der Immobilie vorgelegt werden. Sobald der Vertrag abgeschlossen ist, muss der Ausweis zudem unverzüglich übergeben werden. Im Falle eines Mieters reicht im Zweifel auch eine Kopie des Energieausweises. Bevor es soweit ist müssen jedoch verschiedene Kennwerte aus dem Energieausweis in der Immobilienanzeige genannt werden.

Neu ist außerdem die ergänzende Darstellung der neun Effizienzklassen. Dadurch soll es Interessenten noch einfacher gemacht werden, die Energieeffizienz der angebotenen Immobilie einzuschätzen. Eine Besonderheit gibt es dabei aber ebenfalls: Diese neue Zuordnung und Nennung der Effizienzklassen gilt nur für neue Energieausweise. Alte Ausweise müssen nicht nachträglich damit versehen werden.

Mehr Informationen dazu hier.


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