Forschung: Nanobeschichtung für Photovoltaik Module

Februar 13th, 2014

In den vergangenen Tagen gab es verschiedene Meldungen über eine Neuerung für Photovoltaik Module. Diese befindet sich momentan noch in der Entwicklung, doch schon jetzt ist das Potenzial erkennbar: Nanobeschichtung für PV-Module. Nach ersten Tests verbessert sie nicht nur den Wirkungsgrad der Module sondern hilft auch bei deren Reinigung.

Der Wirkungsgrad der PV-Module

Photovoltaik Module wandeln die eintreffende Sonnenenergie in nutzbaren Strom um. Die Menge des gewonnenen Stroms hängt dabei in direktem Maße von der Menge der eintreffenden Sonnenenergie ab. Da ist es klar, dass eine Verschmutzung der Moduloberfläche deren Wirkungsgrad (Kennzahl für die Menge des gewinnbaren Stroms) negativ beeinflusst. Um eine möglichst hohe Ausbeute an Energie zu erzielen ist es also ein Weg, die Module regelmäßig zu reinigen. Der Aufwand hierfür ist jedoch sehr hoch und steht meist in keiner direkten Relation zum tatsächlichen Nutzen.

Mit der Entwicklung einer Nanobeschichtung für die PV-Module soll der Grad der möglichen Verschmutzung der Moduloberfläche und damit auch die Beeinträchtigung des Wirkungsgrades verringert werden. Die etwa 100 – 150 nm dünne Schutzschicht wird auf das Sicherheitsglas der Module eingebrannt. Dadurch geht sie eine feste Verbindung mit der Oberfläche ein und erzeugt im Ergebnis eine sowohl mechanisch wie auch chemisch äußerst widerstandsfähige Oberfläche. Der Vorteil dieser Beschichtung: Schmutz und Wasser finden auf ihr keinen Halt. Staub wird zudem gebunden und mit dem nächsten Regen wieder abgespült. Dadurch reinigen die Module sich also selbst und der Wirkungsgrad wird insgesamt verbessert. Nach ersten Aussagen verbessert sich der Ertrag einer PV-Anlage dadurch um etwas 3-5% was ein klares Argument für die Nutzung der Nanobeschichtung ist.


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