Nutzen der Energiewende mit Studie bewiesen

März 25th, 2013

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Die Energiewende ist ein viel diskutiertes Thema, welches in den Köpfen vieler ausschließlich Kosten verursacht. Jetzt hat erstmals eine Studie gezeigt, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Die Investitionen in die Energiewende bringen Deutschland im Umkehrschluss gleich mehrere Vorteile: Einsparung von Energiekosten, Wachstum und mehr Arbeitsplätze. Beauftragt wurde die Studie übrigens von der KfW-Bankengruppe, welche sie von der Prognos AG durchführen ließ.

Die Studie zeigt klar, dass die Energiewende nicht nur Kosten verursacht, sondern auch einiges an Nutzen bringt – selbst wenn man das Innovationspotential nich berücksichtigt. In der Betrachtung der energetischen Sanierungen im Wohnungsbestand wird beispielsweise deutlich, dass die Ausgaben in diesem Bereich gleichzeitig auch Einnahmen im Wirtschaftskreislauf sind. So gesehen tragen die Investitionen an dieser Stelle gleichzeitig auch zur Beschäftigung und zum Wachstum bei.

Förderprogramme der KfW als Teil der Energiewende

Die verschiedenen Förderprogramme der KfW-Bank werden von der Bundesregierung als Teil des energiepolitischen Konzeptes betrachtet. In der Studie wurde daher betrachtet welche Effekte von diesen Förderprogrammen auf die deutsche Wirtschaft bis zum Jahr 2050 erwartet werden können. Sie dienen nicht nur der Steigerung der Energieeffizienz sondern auch dem Klimaschutz im derzeitigen Gebäudebestand. Allein für die Jahre 2013 und 2014 wurden die Mittel für diese Förderprogramme auf insgesamt 1,8 Millarden Euro pro Jahr aufgestockt.

Bruttowertschöpfungseffekte der Förderprogramme ausgehend von den Investionen über einen Zeitraum von 69 Jahren (in €)

Die Prognos AG hat nun die energiepolitischen Ziele der Regierung in drei verschiedenen Szenarien untersucht. Um die Entwicklung realistisch zu betrachten, wurden auch die Energiepreise und Baukosten entsprechend fortgeschrieben. Im Ergebnis müsste die Regierung bis 2050 insgesamt rund 838 Millarden Euro über die Förderprogramme der KfW-Bank investieren um das Energiesparziel zu erreichen. Im Umkehrschluss können damit Energiekosten in Höhe von etwa 370 Milliarden Euro eingespart werden, was ungefähr dem 13fachen der Energiekosten für Warmwasser und Heizung sämtlicher privater Haushalte in Deutschland aus dem Jahr 2011 entspricht.

Die Studie zeigt allerdings auch, dass die durchgeführten Investitionen nicht allein durch die eingesparten Energiekosten refinanziert werden können. Es ist jedoch von einer Wertsteigerung der sanierten Gebäude sowie einer Komfortverbesserung für die Nutzer auszugehen, die in der Studie nicht berücksichtigt wurden. Unabhängig davon zeigte sich allerdings, dass durch diese Investitionen bis ins Jahr 2050 im Jahr ungefähr 200.000 bis 300.000 Arbeitsplätze gesichert werden können – insbesondere im Handwerk und der mittelständischen Bauwirtschaft. Unabhängig davon führen die Investitionen natürlich auch zu einer erhöhten Produktion in den Dienstleistungs- und Industriesektoren, welche dem Handwerk und der Bauwirtschaft zuliefern. Insgesamt würde das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands durch diese Auswirkungen um 0,4% im Durchschnitt steigen. Öffentliche Haushalte würden etwa 95 Milliarden € Mehreinnahmen verzeichnen und zusätzlich vom Wachstum und der Beschäftigung profitieren.

Mehr Informationen zur Studie können hier eingesehen und heruntergeladen werden.


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