Bivalente Solarthermieanlage

Oktober 21st, 2012


Eine bivalente Solarthermieanlage ist ein guter Weg um die monatlichen Kosten im Eigenheim weiter zu reduzieren. Neben der Bereitstellung des Warmwassers wird hier auch die Heizungsanlage mit Solarwärme unterstützt. Natürlich wäre es auch möglich eine solarthermische Anlage ausschließlich zur Heizungsunterstützung zu verwenden – dies ist allerdings eher ein Ausnahmefall. Interessanter ist eine bivalente Solarthermieanlage, da sie anders als eine monovalente Anlage bafaförderfähig ist.

Der Wärmebedarf und sein Einfluss auf die bivalente Solarthermieanlage

Ähnlich des Warmwasserbedarfs bei der monovalenten Solarthermieanlage spielt bei einer bivalenten Anlage auch der Wärmebedarf in den Wohnräumen eine Rolle. Dieser kann je nach Immobilie deutlich schwanken. Ein schlecht isolierter Altbau kann beispielsweise nur schwer über eine solarthermische Anlage erwärmt werden. Auch bei einem Neubau mit einem niedrigen Wärmebedarf kann dieser nicht immer vollständig über eine bivalente Anlage gedeckt werden. Dennoch sollte der Wert natürlich in die Planung zur Dimensionierung der Anlage mit einbezogen werden.
 

Größe der bivalenten Solarthermieanlage

Es gibt verschiedene Faktoren, welche die Größe der Anlage beeinflussen:

  • Ein wichtiger Faktor ist die zu beheizende Wohnfläche, denn je größer diese ist, desto mehr Wärme müsste zu Heizen erzeugt werden. Eine bivalente Solarthermieanlage kann jedoch nicht den ganzen Heizbedarf abdecken, es wird daher eine Deckung von rund 30% des Bedarfs angestrebt.
  • Ist das Haus sehr gut gedämmt, sinkt entsprechend der Wärmebedarf und der solare Deckungsgrad steigt gleichzeitig. So kann mitunter auch eine kleinere Anlage installiert werden.
  • Warmwasserbedarf – hier kann von etwa 30 Litern am Tag pro Person ausgegangen werden. Um auch schattige Tage oder einen höheren Verbrauch abzudecken, kann alternativ jedoch auch von 40 oder sogar 50 Litern ausgegangen werden.
  • Welche Kollektoren sollen für die Anlage genutzt werden – Vakuumröhrenkollektoren arbeiten beispielsweise auch bei schrägstehender SOnne äußerst effizient und können im Vergleich mit einer geringeren Fläche die gleiche Leistung erzielen.
  • Wie hoch ist der gewünschte solare Deckungsgrad? Sofern der Bedarf zu großen Teilen über die bivalente Solarthermieanlage abgedeckt werden soll, muss diese entsprechend groß dimensioniert werden.
  • Größe und Bauart des Speichers – er speichert die gewonnene Wärme und gibt sie an den Brauchwasser- oder Heizungskreislauf weiter. Er muss entsprechend ausreichend dimensioniert werden, um die Wärme vom Kollektor gut abnehmen zu können (geringe Gefahr einer Anlagenstagnation) und die Wärme auch über einen gewissen Zeitraum zu speichern. Die Größe des Speichers ist entsprechend direkt an die Bruttokollektorfläche gekoppelt und so auch in der BaFa Förderung verankert.

Natürlich spielen die Vorgaben für eine eventuelle Förderung der Solarthermischen Anlage in der Planung ebenfalls eine Rolle. Diese sollen an dieser Stelle jedoch nicht genauer betrachtet werden.


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