Hybridheizung – was ist das eigentlich?

März 11th, 2013

Bildquelle: © Intelligent heizen

Nebenkosten und insbesondere die Heizkosten für Immobilien sind aktuell wichtige Themen, die an vielen Stellen diskutiert werden. Ein guter Weg sind beispielsweise Hybridheizungen, welche die Vorteile und insbesondere die Leistung von verschiedenen Wärmequellen kombiniert. Die so gewonnene Wärme wird dann auf Vorrat gespeichert – eine Möglichkeit die beim Neubau berücksichtigt und in der Sanierung einer alten Anlage mit umgesetzt werden kann.

Funktionsweise einer Hybridheizung

Das zentrale Element einer Hybridheizung ist der Wärmespeicher, aus welchem die Wärme später in die verschiedenen Kreisläufe der Immobilie eingespeist werden. Wichtig bei der Auswahl des passenden Speichers ist eine ausreichende Dimensionierung, da er die Wärme aus unterschiedlichen Quellen bezieht. Im Sommer ist beispielsweise eine solarthermische Anlage ideal. Sie nutzt die Energie der Sonne um Wärme zu gewinnen und an den Speicher weiterzugeben. Im Winter und der Übergangszeit dagegen sind ergänzende Heizungen notwendig, da die solarthermische Anlage den Bedarf an warmen Brauchwasser und Raumwärme nicht allein decken kann. Hier empfehlen sich beispielsweise Wärmepumpen, aber auch ein wasserführender Kamin- bzw. Kacheloffen sind möglich. Sobald die Temperatur im Wärmespeicher einen vorgegbenen Wert überschritten hat, wird diese Wärme wieder abgegeben und der Verbrauch der stattdessen heizenden Gas- oder Ölheizung reduziert. Das senkt natürlich auch die Energiekosten und ermöglicht eine zusätzliche Unabhängigkeit der Immobilie von fossilen Brennstoffen.

Der Weg zur Hybridheizung

Für eine effiziente Hybridheizung ist eigentlich nicht viel notwendig. Zunächst steht bei einer bereits bestehenden Anlage jedoch eine gründliche Inspektion auf dem Plan. So können eventuelle Schwachstellen aufgedeckt werden und gleichzeitig wird auch ersichtlich, ob und wie die Heizung weiter im Sinne der Hybridheizung betrieben werden kann.

In einem zweiten Schritt wird nun der eigentliche Fahrplan für die Sanierung erstellt. In diesem wird die optimale Ergänzung der bereits bestehenden Heizung durch weitere Wärmeerzeuger aufgezeigt. Typische zusätzliche Wärmeträger sind insbesondere Solarthermieanlagen, die sich sehr leicht mit bestehenden Heizungen kombinieren lassen. Alternativ sind auch Wärmepumpen eine gute Wahl.

Anschließend sollten die Kosten für die Hybridheizung bedacht werden. Verschiedene der Heiztechniken werden beispielsweise gefördert. Eine solarthermische Anlage zur Brauchwassererwärmung und gleichzeitigen Heizungsunterstützung ist beispielsweise bafa-förderfähig und wird mit mindestens 1500€ bezuschusst. Auch die Integration einer Wärmepumpe wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert und verursacht damit geringere Kosten. Voraussetzung ist in beiden Fällen jedoch, dass die Anlagen nicht nur zur Warmwasserbereitstellung sondern eben auch zur Raumbeheizung genutzt werden. Weitere Informationen zur Förderung können Sie direkt auf www.bafa.de einsehen.

Mehr Informationen zum Thema können auch hier oder direkt auf www.intelligent-heizen.info nachgelesen werden.


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