EEG-Reform und Stromnetzausbau – eine Momentaufnahme

Mit der ISH in der vergangenen Woche hat auch noch einmal die Diskussion um die Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien zugenommen. Nach einer aktuellen Erklärung von Peter Altmaier sollen die Ziele für den Ausbau trotz der geplanten “Strompreisbremse” gleich bleiben. Dies wurde in letzter Zeit mehrfach bezweifelt, da mit der “Strompreisbremse” natürlich auch Auswirkungen auf die Bereitschaft zur Investition der Unternehmen haben wird. Laut Aussage der Bundesregierung sollen die Vorschläge von Bundesumweltminister Altmaier jedoch lediglich als Grundlage zur Diskussion betrachtet werden. Erst mit Abschluss der Diskussion wird ein Entwurf zur Änderung des EEG erarbeitet, sodass die aktuellen Aussagen keinesfalls als festgemeißelt angesehen werden sollten.

Ein wichtiger Punkt bleibt nach wie vor der Ausbau des deutschen Stromnetzes. Dieser soll nach Aussagen der Bundesregierung noch schneller vorangetrieben werden. Statt der ursprünglich angesetzten 10 Jahre wird nun von nur vier Jahren gesprochen. Vorgesehen ist hierbei der Bau von Höchstspannungsleitungen in der Länge von 2.800 Kilometern über welche Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden soll. Zudem soll auch das bestehende Netz auf einer Länge von 2.900 Kilometern verbessert werden. Insgesamt ergeben sich aus diesen geplanten Maßnahmen Kosten in Höhe von etwa zehn Milliarden Euro.

Dem gegenüber steht jedoch die Bilanz der bisherigen Anstrengungen zum Ausbau des Stromnetzes. Schon 2009 wurde ein Gesetz verabschieder, welches einen Ausbau des Netztes um 1834 Kilometer bis heute anviesiert hatte. Dieses Ziel wurde mit den gebauten 214 Kilometern weit gefehlt, dennoch ist Bundeswirtschaftsminister Rösler hinsichtlich des weiteren Ausbaus optimistisch.


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