Photovoltaik Importe – Strafzölle sinnvoll?

Die Photovoltaikindustrie kämpft nicht erst seit diesem Jahr mit immer mehr günstigen Produkten aus dem Ausland. Seit März diesen Jahres müssen nun sämtliche Importe von Photovoltaik Produkten aus China registriert werden. Davon werden chinesische Hersteller von Solarzellen, Wafern aber auch PV-Modulen getroffen. Die so gesammelten Daten werden voraussichtlich für eine Entscheidung für oder gegen Schutzzölle genutzt um Dumpingpreise in diesem Bereich zu vermeiden.

Photovoltaik Installateure mehrheitlich dagegen

EuPD Research hat in einer Blitzumfrage insgesamt etwa 120 europäische Photovoltaik Installateure zu den aktuellen Entwicklungen und insbesondere den ggf. geplanten Strafzöllen befragt. Damit widmet sich der Markt- und Meinungsforscher der bisher kaum betrachteten Gruppe der kleineren Handwerksbetriebe, die sich mehrheitlich gegen die Einführung der Schutzzölle ausgesprochen haben. Der Grund dafür liegt in den Auswirkungen nicht nur auf die Preise der chinesischen Photovoltaik Produkte sondern auch auf jene der europäischen Hersteller auswirken könnte, da letztere teilweise ebenfalls auf chinesische Zulieferer angewiesen sind.

Sofern die Schutzzölle tatsächlich eingeführt werden, sehen die Installateure den Bezug der chinesischen Produkte über den Handel als einzige Möglichkeit um das Risiko eventueller, rückwirkender Zahlungen zur reduzieren. Einige der befragten Installateure überlegen dagegen die Anbieter komplett zu wechseln und statt dem chinesischen Produzenten eher einem europäischen den Zuschlag zu geben. Dies ist kaum überraschend, doch auch für Installateure, die schon jetzt nur auf europäische Produkte setzen hat dies Auswirkungen. Die Zulieferer des eigenen Lieferanten werden dann ebenfalls geprüft und in die Überlegungen ggf. mit einbezogen.

Die Auswirkungen der angedachten Schutzzölle sind aktuell entsprechend schwer abzuschätzen. Doch schon jetzt ist klar, dass die Mehrzahl der Photovoltaik Installateure mit den chinesischen Herstellern unzufrieden ist. Die Informationspolitik ist stark verbesserungsfähig, insbesondere Offenheit und Klarheit werden von den Herstellern gewünscht bisher aber kaum geboten.


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