Strafzölle auf chinesische PV-Module sind beschlossen

Die Diskussion um die eventuellen Strafzölle auf importierte PV-Module aus China hat in den vergangenen Tagen und Wochen große Wellen geschlagen. Zuletzt gestern warnte die deutsche Bundesregierung vor der Einführung dieser Zölle, da ein Handelskrieg mit China befürchtet wurde. Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet, kündigte China mit Beginn der Anti-Dumping-Ermittlungen Brüssels doch ein Anti-Dumping-Verfahren gegen die Chemie-Importe aus Deutschland an. Trotz dieser Warnung und der deutlichen Kritik aus der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten wurden die Strafzölle auf die China-Importe nun offiziell verhängt. Angekündigt wurden hierfür Strafzölle von 47.6% was einer deutlichen Preisanhebung gleichkommen würde.

Doch man beruhigt bereits: Die Verhandlungen mit China wurden bisher nicht abgeschlossen. Zunächst werden zudem lediglich Strafzölle in Höhe von 11.8% erhoben um weiter Zeit für eine Lösung in den Verhandlungen mit China zu haben. Hintergrund dieser Überlegungen war eine Beschwerde eines Verbundes von mehr als 40 Firmen aus der Solarindustrie, welche die Verzerrung des Marktes durch die chinesischen Solarmodule bemängelte. Auf der anderen Seite stehen neben China auch mehr als 600 europäische Solarfirmen, die ebenfalls gegen die Einführung der Strafzölle sind. Mit der Einführung der Zölle sollen die europäischen Hersteller unterstützt werden, die im Vergleich jedoch bereits jetzt mit hochwertigen Produkten überzeugen können. Man befürchtet stattdessen einen deutlichen Einbruch in der Nachfrage nach PV-Anlagen, was für viele der Firmen zum finanziellen Problem werden kann.

Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen weiter entwickeln. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.


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