Basiswissen: Watt-Peak (Wp)

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

In der Solartechnik gibt es verschiedene Angaben zur Bewertung von Modulen. Für Photovoltaikmodule wird die elektrische Leistung beispielsweise in Watt-Peak (kurz Wp) angegeben. Sie beschreibt die Leistung des Moduls oder auch der Solarzelle die bei einer definierten Temperatur der Zelle, einer bestimmten Wellenlänge des einfallenden Lichtes und bei einer definierten Einstrahlung. Daraus ergeben sich entsprechend auch die direkten Abhängigkeiten zwischen der erreichten Leistung, der Größe des betrachteten Moduls und natürlich der betrachteten Technologie (monokristallin, polykristallin oder doch Dünnschichtmodul).

Die elektrische Leistung spielt schon bei der Planung der neuen Photovoltaikanlage eine Rolle, denn schon jetzt muss geklärt werden: Wie viel Energie wird benötigt und wie groß ist die dafür notwendige Fläche? Eine effiziente Lösung soll erarbeitet werden und so werden zwangsläufig die verschiedenen Technologien und Möglichkeiten miteinander verglichen. Einige Module eignen sich in manchen Situationen besser als andere und wo es für Profis keine schwere Frage ist, verstehen Laien oft nur Bahnhof. Nicht selten liegen die Ursachen für die Verwirrungen in den oft verschiedenen Aussagen unterschiedlicher Installateure, Hersteller und Anwender. Für Neulinge kann es da schnell unüberschaubar werden.

Im pvKnowHowBlog wurden daher zwei Beispiele zur leichteren Betrachtung der Module und ihren Kosten vorgestellt:

Beispiel 1
Für eine PV-Anlage werden CdTd Module mit 1000 kWh/kWp verwendet. Für die Installation eines kWp sind bei diesen Modulen 10 Quadratmeter notwendig. Umgerechnet bringt die anlage also 100 kWh pro Quadratmeter. Bei geschätzten Kosten von 2.500€ pro kWh wären das entsprechend 250€/m2. Auf insgesamt 25 Jahre Nutzung umgerechnet bedeutet dies dass der Strompreis für den über die Anlage erzeugten Strom lediglich bei 10 Cent/kWh liegt.
Beispiel 2
Man betrachte eine Anlage mit polykristallinen PV-Modulen. Diese bringen eine Leistung von 950 kWh/kWp wobei 7,4 Quadratmeter für ein kWp benötigt werden. Pro Quadratmeter bringt diese Anlage also 128kWh und kostet ausgehend von geschätzten 3000€/kWp 405€ pro Quadratmeter. Der Preis für den erzeugten Strom beträgt entsprechend 12,6 Cent/kWh bei betrachteten 25 Jahren.

Vergleicht man nun diese beiden Beispiele miteinander, dann ist schnell erkennbar, dass Anlagenvarianten zwei zwar mehr kostet, im Umkehrschluss pro Quadratmeter jedoch auch mehr Strom produziert – nähmlich 28% mehr. Für diese 28% zahlt man hier 2,6 Cent/kWh, bricht man das runter auf 100 kWh würden auch bei Anlagenvariante eins für 25% der Leistung 2,5 Cent/kWh gezahlt werden. So gesehen kostet der Strom eigentlich gleich viel, wobei Variante zwei einfach nur mehr Leistung (Strom) bietet und daher auch mehr kostet.

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