Energieeffiziente Sanierung – Was wird gefördert?

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Das Jahr 2013 bringt einige Änderungen in der Förderung energieeffizienter Sanierungen mit sich. Bereits Anfang Januar hat die KfW-Bank verlauten lassen, einige Verbeserungen an dem bestehenden Förderprogramm vornehmen zu wollen. Diese Änderungen bestehen aus verschiedenen Aspekten, die zum einen das bisherige Förderprogramm betreffen, zum anderen aber auch ergänzende Neuerungen zum Füllen der bestehenden Lücken enthalten sollen.

Förderung energetischer Sanierungen bisher

Die Förderung für energetische Sanierungen richtet sich an Privateigentümer, die eine energieeffiziente Sanierung an einem Wohnhaus vornehmen (lassen). Voraussetzung ist dabei, dass das jeweilige Wohnhaus gemäß eines vor dem 01.01.1995 erstellten Bauantrages bzw. einer vorher erstellten Bauanzeige errichtet wurde. Die Förderung ist dabei sowohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern möglich, unabhängig davon, ob der Eigentümer als Vermieter auftritt oder die Immobilie selbst nutzt. Auch Ersterwerber eines sanierten Wohnhauses (EFH oder ZFH) können die Förderung bei der KfW-Bank beantragen.

Förderfähig waren bzw. sind sämtliche Maßnahmen an der Immobilie um diese zu einem Effizienzhaus nach KfW-Standard umzubauen. Zu diesen Maßnahmen gehört die Erneuerung der Türen und Fenster der Immobilie genauso wie die Sanierung der Heizung. Auch eine Verbesserung der Dämmung an Außenwänden oder dem Dach kann gefördert werden. Der erreichte Standard des KfW-Effizienzhauses kann jedoch variieren, weshalb es sinnvoll ist im Vorfeld an die energieeffiziente Sanierung eine Beratung durch einen Sachverständigen in Anspruch zu nehmen. Die Kosten für diese Beratung sind übrigens ebenfalls förderfähig.

 

Wozu eine Energieberater bei einer energieeffizienten Sanierung

Jedes Haus ist individuell und kann dadurch mit verschiedenen Maßnahmen im Effizienzhaus-Standard verbessert werden. Gleichzeitig können identische Maßnahmen bei verschiedenen Häusern auch zu unterschiedlichen Einstufungen im KfW-Effizienzhaus Standard führen. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, ist es also ratsam einen Sachverständigen zu beauftragen. Dies hat den Vorteil, dass vor der Sanierung eine fachmännische Planung der einzelnen Maßnahmen vorgenommen werden kann. Daraus lassen sich anschließend auch die förderfähigen Maßnahmen ableiten, für welche dann ein entsprechender Antrag bei der KfW-Bank eingereicht werden kann.

Neuerung der Förderung 2013

Die bestehenden Förderungen für energieeffiziente Sanierungen enthielten bisher einige Lücken, welche mit einigen Anpassungen nun behoben werden sollen. Gleichzeitig hat die KfW-Bank die Förderungsbeträge für die Einzelmaßnahmen nochmal angehoben nachdem die Bundesregierung jährlich zusätzliche Gelder in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen möchte.

Die Konditionen im Einzelnen

  • Einzelmaßnahmen – 10% der insgesamt förderfähigen Kosten, allerdings maximal 5.000€/Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 115 und Denkmal – 10% der förderfähigen Kosten, max. 7.500€/Wohneinheit
  • Effizienzhaus 100 – 12,5% der förderfähigen Kosten, maximal allerdings 9.375€ je Wohneinheit
  • Effizienzhaus 85 – 15% bei maximal 11.250€/Wohneinheit
  • Effizienzhaus 70 – 20% bei maximal 15.000€/Wohneinheit
  • Effizienzhaus 50 – 25% bei maximal 18.750€/Wohneinheit

Gleichzeitig ergänzt die KfW-Bank dieses bestehende Förderprogramm durch ein eigenes Programm zur Förderung einer energieeffizienten Sanierung der Heizungsanlage. Damit sollen voraussichtlich ab März 2013 Heizungen, die auf erneuerbaren Energien basieren zusätzlich gefördert werden. Der Vorteil ist hierbei die Möglichkeit einer Kombination dieser Förderung mit der BAFA Förderung, die bisher nicht möglich gewesen ist. Zu den förderfähigen Heizungsanlagen gehören dann beispielsweise Biomasseanlagen, aber auch Wärmepumpen oder Solarthermie Anlagen.


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