Bauliche Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage

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Nicht jedes Haus ist für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet. Es ist daher wichtig die Machbarkeit der Anlage im Vorfeld zu prüfen um später keine Überraschungen zu erleben. Ein völlig anderer Gesichstpunkt ist sicherlich die Finanzierung der Anlage, der hier jedoch nicht näher betrachtet werden soll.

Anforderungen für eine Photovoltaikanlage

Grundsätzlich kann eine Photovoltaikanlage auf jedem Dach installiert werden – unabhängig davon ob Flachdach oder Schrägdach, selbst eine Fassadeninstallation ist heute möglich. Wichtig ist jedoch auf die Möglichkeit einer guten Ausrichtung der Anlage zu achten. Optimal ist natürlich eine südliche Ausrichtung wobei eine Abweichung nach Westen oder Osten ebenfalls denkbar ist. Eine nach Norden ausgerichtete Photovoltaikanlage ist dagegen nicht empfehlenswert.

Die Neigung der Anlage auf Schrägdächern sollte im Idealfall zwischen 25% und 30% liegen. Ist die Neigung stärker kann diese über das Montagesystem für die Photovoltaikanlage verbessert werden. Auf Flachdächern stellt sich dieses Problem von vornherein nicht, da die Anlage frei zur Sonne ausgerichtet werden kann. Es ist jedoch in jedem Fall wichtig eine eventuelle Verschattung der Anlage zu vermeiden, da dies die Leistung merklich beeinträchtigen würde. Dabei ist insbesondere wichtig, dass dies nicht nur für die nächsten ein oder zwei Jahre der Fall ist, sondern für mindestens 20 Jahre, damit zumindest der Zeitraum der Amortisation der Anlage nicht verlängert wird.

Unabhängig von der optimalen Ausrichtung der Anlage ist auch die bauliche Substanz der Immobilie zu berücksichtigen. Zunächst sollte beispielsweise sichergestellt werden, dass das Dach die zusätzliche Last problemlos bewältigen kann. Es muss nach der Installation noch ausreichend Dachlastreserve vorhanden sein: mindestens 25 Kilogramm pro Quadratmeter unabhängig von der örtlichen Wind- bzw. Schneelastzone. Zudem ist es wichtig, dass das jeweilige Dach frei von Asbest ist. Im Zweifel kann es notwendig sein zusätzlich zur Installation der Photovoltaikanlage auch eine Asbestsanierung des Daches durchzuführen, wodurch die Kosten für die Anlage entsprechend steigen.

Sofern diese Voraussetzungen alle erfüllt sind, sind bereits gute Grundlagen für die Photovoltaikanlage gelegt. Nun muss nur noch die Elektroinstallation im Haus sichergestellt werden um den Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Eine Anlage größer als 30kWp benötigt zudem einen Einspeisepunkt, der vom Netzbetreiber zugewiesen werden muss, da die Strommenge hier nicht über den normalen Hausanschluss eingespeist werden kann. In manchen Fällen ist es dabei nötig, das Solarkabel über das Grundstück eines Nachbarn zu verlegen, der hierfür vorab seine Zustimmung erteilen muss. Dies sollte alles im Voraus berücksichtigt werden um Probleme vor bzw. nach der Installation der Photovoltaikanlage zu vermeiden.


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