Solarthermie und Nebel – passt das zusammen?


Foto: Karl Dichtler / pixelio.de

Die Solarthermie Anlage ist wie die Photovoltaikanlage auf die Sonne angewiesen um eine messbare Leistung zu erzielen. Die Frage ist also: Was passiert bei wenig Licht oder gar Nebel? Lohnt sich die Solarthermie Anlage auch an solchen Tagen? Die Antwort ist wichtig, da nicht jeder in durchgehend sonnigen Regionen wohnt und einige fast täglich im Nebel zu versinken scheinen. Da kann die Überlegung für oder gegen eine Solaranlage durchaus einmal ins Stocken geraten.

Was ist Nebel?

Gemäß dem Verständnis der Meteorologie wird Nebel als ein Teil der Atmosphäre betrachtet, in welchem feine Wassertröpfchen verteilt sind. Die feinen Wassertröpfchen sind dabei durch die Kondensation des vorhandenen Wassers in der gesättigten, feuchten Luft entstanden. Dies beeinträchtigt allerdings nicht sofort die Sichtweise, sodass im Allgemeinen erst ab einer einer eingeschränkten Sicht bis zu einem Kilometer tatsächlich von Nebel gesprochen wird. Sofern die Sichtweite größer ist, wird in der Meteorologie dagegen von Dunst gesprochen. In ihrer Zusammensetzung sind Nebel und Dunst beide mit Wolken vergleichbar. Der einzige Unterschied liegt im Bodenkontakt, wodurch in höheren Gegenden und Gebirgen auch eigentliche Wolken zu Nebel werden können. Dabei wird in Fachkreisen dann jedoch von aufliegender Bewölkung gesprochen.

Der Begriff Nebel lässt sich unabhängig von seiner Sichtweite in verschiedene Nebelarten unterscheiden. Bekannt sind beispielsweise die Unterscheidungen in Hoch- bzw. Bodennebel. Doch auch sogenannter Strahlungsnebel und der Advektionsnebel sind alles andere als untypisch.

Zusammenspiel von Sonnenstrahlen und Nebel

Sonnenstrahlen sind nichts anderes als Licht, die von der Sonne auf die Erde treffen. Sie setzen sich aus extraterrestrischen, elektromagnetischen Strahlen in verschiedenen Wellenlängen zusammen, die alle unterschiedliche Wirkungen auf die Erde haben. Schon auf dem Weg zur Erdoberfläche und damit zum Solarthermie Kollektor passiert mit diesen Strahlen einiges: Die Atmosphäre um die Erdoberfläche absorbiert einige der eintreffenden Strahlen oder streut sie. Von den eintreffenden Infrarotstrahlen werden beispielsweise bis zu einem Viertel von der Atmosphäre absorbiert, während die UVA-Strahlen im Vergleich fast ungehindert durchkommen.

Treffen die Sonnenstrahlen nun auf Nebel, dann wird diese Wirkung der Atmosphäre auf die Strahlen noch intensiviert. Es gibt hier einen höheren Anteil an Partikeln und Wassertröpfchen, welche die Strahlen absorbieren oder ablenken können. Dies beinträchtigt entsprechend auch die Menge der auf die Solarthermie Kollektoren treffenden Sonnenstrahlen und damit den Ertrag.

Lohnt sich die Solarthermie Anlage trotz Nebel?

Die Leistung bzw. der Solarertrag einer Solarthermie Anlage sinkt also im Nebel. Dennoch ist die Anlage mehr als lohnenswert, da

  • der Nebel keine durchgehende Erscheinung ist und sich im Verlauf des Tages meist auflöst.
  • erst bei sehr starkem Nebel eine merkbare Beeinträchtigung der durchkommenden Sonnenstrahlen festgestellt werden kann.
  • Nebel an kaum einem bewohnten Ort weltweit 365 Tage im Jahr durchgehend auftritt.

Über das Jahr gesehen ist die Auswirkung einiger nebliger Tage sehr gering. Der Ertrag steigt sicherlich im Sommer, kann im Winter allerdings auch bis zu 80% des Warmwasserbedarf eines Haushaltes decken. Die passenden Produkte für eine leistungsstarke Solarthermie Anlage finden Sie übrigens im Shop von Solardirekt24. Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie hier.


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