PV-Module für den Balkon

Die stärkere Einbindung des Bürgers in die Energiewende ist aktuell ein großes Thema in der Energiebranche, die Umsetzung ist hier bisher jedoch noch nicht weiträumig geklärt. Ein Ansatz ist die Nutzung von PV-Modulen am Balkon durch Haus- bzw. Balkonbesitzer. Alternativ eignen sich natürlich auch die Fassade oder die Garage zur Montage der PV-Module. Schon mit nur fünf Modulen kann die eigene Stromrechnung um bis zu 25% reduziert werden. Das ist ein interessanter Ansatz, der nicht nur für Hausbesitzer, sondern insbesondere auch für Mieter funktioniert.

Ist es wirklich so einfach?

Natürlich klingt dies auf den ersten Blick sehr einfach. Bevor sich nun aber jeder PV-Module kauft, sollte auch etwas bedacht werden: Die Sicherheit sollte bei elektrischen Geräten niemals zu kurz kommen. Das gilt auch für Photovoltaikanlagen und damit für die PV-Module. Um diese Sicherheit zu gewährleisten, gibt es eine ganze Reihe von Normen und Vorschriften. Eine PV-Anlage, deren Strom einfach über einen Schutzkontaktstecker über eine Steckdose in den Endstromkreis eingespeist wird, entspricht beispielsweise keinesfalls den gängigen Sicherheitsvorschriften. Der Schutzstecker erweckt zwar den Eindruck, dass die Anlage und damit die PV-Module über ihn leicht selbst in Betrieb genommen werden können. Es ist jedoch zu beachten, dass das “Einstecken” eines Stromerzeugers keinesfalls mit dem eines Verbrauchers gleichzusetzen ist. Dies tatsächlich zu tun gilt nach der Sicherheitsnorm DIN VDE 0100-551 sogar als unzulässig.

Wo liegt die Gefahr?

Im heimischen Stromkreis gibt es gleich mehrere Schutzorgane (z.B. Sicherungen), die den Stromkreis für den Nutzer sicher gestalten sollen. Diese erkennen jedoch nicht, ob über eine Steckdose weiterer Strom in den Endstromkreis eingespeist wird und können ihre Schutzfunktion daher nur noch bedingt erfüllen. In einigen Fällen kann es sogar bereits wenige Minuten nach dem Anschluss der PV-Module zu einer Überlastung des Stromkreises und daraus resultierenden Bränden kommen.
Es ist daher sinnvoll die Installation in Zusammenarbeit mit einem Fachmann durchzuführen, der die Installation der Anlage entsprechend des Hinweises des DKE Normungsgremiums auf der Versorgerseite vornimmt. Dabei muss auch darauf geachtet werden, dass die Stecker nur in eingestecktem Zustand auch unter Spannung stehen.

Herstellerangaben zur Sicherheit der PV-Module und Anlagen

Hersteller von PV-Modulen und anderen Komponenten einer Photovoltaikanlage machen auch entsprechende Angaben zur Sicherheit der Produkte. Durch einige Darstellungen der Anlagen im Internet wird allerdings immer öfter der Eindruck erweckt, dass die Anlagen bzw. die Module nur noch in die Steckdose gesteckt werden müssen um zu funktionieren. Das ist so allerdings nicht richtig, wie auch in den Herstellerangaben ersichtlich wird. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch hier.


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