Tipps zur Versicherung der Photovoltaikanlage

Es ist die eine Seite eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach zu installieren und zu betreiben, doch eine ganz andere sie auch richtig zu versichern. Es ist eine teure Investition, die sich erst mit der Zeit rechnet und daher auch ausreichend geschützt sein sollte. Dabei sind nicht nur Absicherungen von eventuellen Schäden an der Anlage interessant, sondern beispielsweise auch der Schutz vor zusätzlichen Kosten bei einem eventuellen Diebstahl. Die Frage ist jetzt allerdings: Wie versichert man richtig? Der Bundesverband Solarwirtschaft eV. hat hierfür eine einige Tipps veröffentlicht.

Photovoltaikanlagen schon in der Bauzeit versichern

Eventuelle Schäden an den Modulen oder anderem Zubehör treten nicht erst auf, wenn die Photovoltaikanlage installiert ist. Schon bei der Montage kann es zu Schäden oder gar Diebstahl kommen. Umso wichtiger ist es, die Anlage von Anfang an richtig zu versichern. Einige der Installationsbetriebe bieten diese Versicherungen als ergänzenden Service zur eigenen Dienstleistung an, sodass zumindest die organisatorische Belastung zu Beginn für den zukünftigen Eigner entfällt. Wer sich darauf nicht verlassen möchte, sollte bei der Auswahl der richtigen Versicherung auf folgendes Achten:

  • Während der Installation ist die Photovoltaikanlage einem besonders hohen Risiko für eventuelle Schäden ausgesetzt. Werden diese von der Versicherung übernommen? Es sollte in jedem Fall auch mit dem installierenden Betrieb geklärt werden, wie welche Schäden abgedeckt sind um im Ernstfall gerüstet zu sein.
  • Die Installation der Anlage birgt aber nicht nur die Gefahr von Schäden an der Anlage selbst, auch am Haus können Beschädigungen auftreten. Für diese ist meist der Bauherr verantwortlich, sodass es sinnvoll sein kann im Vorfeld eine sogenannte Bauherrenhaftpflicht abzuschließen. Einige Betriebshaftpflichtversicherungen beziehen die Bauphase jedoch mit ein und decken damit auch diese Schäden ab. Einzige Voraussetzung hierfür: Die Versicherung muss rechtzeitig im Voraus abgeschlossen worden sein.
  • Ein dritter wesentlicher Punkt ist der Schutz bei eventuellem Diebstahl oder auch Umweltschäden. Selbst die klassischen Wohngebäudeversicherungen decken dies in vielen Fällen ab – hier ist es sinnvoll im Vorfeld Informationen einzuholen. Kleinere Anlagen werden oft schon bei einer geringen Anhebung der Prämie mit versichert. Ist die Photovoltaikanlage nicht über die klassische Versicherung abgedeckt, können alternativ auch spezielle Photovoltaik-Versicherungen abgeschlossen werden.
  • Sind Schäden im Keller mit abgedeckt? Der Wechselrichter sowie die Batteriesysteme für die Photovoltaikanlage werden meist im Keller installiert. Sollte es hier beispielsweise zu Überschwemmungen kommen, wäre die ganze Anlage davon betroffen denn Wechselspeicher und Batteriesystem sind die Herzstücke der Anlage.
  • Was ist nach der Installation der Anlage? Werden eventuelle Ertragsausfälle von der Versicherung abgedeckt. Hierbei sind jedoch keine Ausfälle oder Einbußen bei schlechterem Wetter sondern vielmehr durch Schäden entstandene Ausfälle gemeint. Nicht selten nimmt eine Reparatur einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Es ist daher wichtig, den abgedeckten Zeitraum von eventuellen Ersatzzahlungen nicht zu kurz zu bemessen. Im Allgemeinen wird ein Zeitraum von mindestens 6 Monaten empfohlen. Hierfür ist die klassische Wohngebäudeversicherung jedoch meist nicht mehr ausreichend. Ertragsausfälle werden dagegen von einer speziellen Anlageversicherung abgedeckt wobei Ausfälle durch Planungsfehler, technische Defekte oder auch Reparaturen oft nicht unter die Allgefahrenversicherung fallen. Hier ist eine Ertragsgarantieversicherung die erste Wahl.

Abschließend sei gesagt: Wer sich hierfür auf seinen aktuellen Versicherungsgeber verlassen möchte und lediglich abklärt, dass eventuelle Schäden oder auch Diebstahl durch die bestehenden Verträge abgedeckt sind, sollte hierfür auf einer schriftlichen Bestätigung bestehen. Mündliche Aussagen sind im Ernstfall nicht nachvollziehbar und können zur Ablehnung der Kostenübernahme führen.


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